zusätzliche Behandlung

Neben der obligaten Gabe normobaren Sauerstoffs, sollte man weitere Aspekte beachten:

  • Lagerung
  • Flüssigkeitssubstitution
  • ASS-Gabe

Im Einzelnen : Es empfiehlt sich eine möglichst flache und ruhige Lage des Verunfallten. Unnötige Bewegungen sind zu vermeiden. Ein bewußtseinsklarer Taucher wird flach liegend, ein bewußtloser in stabiler Seitenlage transportiert, Eine Kopftieflage sollte nicht durchgeführt werden, da sie zur Hirndrucksteigerung führt. Beim Abtransport mit dem Hubschrauber sollte ein Flughöhe von 300m nicht überschritten werden.

Bei jedem dekoverunfalltem Taucher besteht ein Flüssigkeitsmangel (Dehydratation). Ursachen dafür sind : Taucherdiurese, trockene Atemluft, verminderte Flüssigkeitsaufnahme vor dem Tauchgang, Aufnahme entwässernder Getränke (Alkohol,Kaffee), evtl. erhöhte Umgebungstemperaturen. Da Dehydratation eine Dekoerkrankung verschlimmern kann, sollte dem verunfallten Taucher 1-2 l nichtalkoholische Getränke zu trinken gegeben werden, falls er bei Bewußtsein ist.

Die Gabe von Acetylsalicylsäure (ASS) bei der Dekoerkrankung ist umstritten. ASS ist ein Medikament welches die Verklumpung der Blutplättchen an der Gasblase vermindert, allerdings konnte in klinischen Studien bisher der signifikante Nachweis der Wirksamkeit nicht geführt werden. Bei offentsichtlichen Blutungen ist die ASS-Gabe abzulehnen.

Therapie der Dekoerkrankung