Dekompressionserkrankung: Das DCI-Risiko

Die Organisation DAN (Dive Alert Network) in Europa hat vor wenigen Jahren eine Auswertung der bei ihnen gemeldeten Tauchunfälle durchgeführt um eine Risikoabschätzung zu machen. 17.700 Mitglieder haben in dem Jahr ca. 442.500 Tauchgänge durchgeführt und dabei 67 Deko-Unfälle erlitten. 11 davon waren bei nicht-dekopflichtigen Tauchgängen bis zu einer maximalen Tiefe von 30m aufgetreten.

Daraus ergibt sich, daß das Risiko einer Deko-Erkrankung pro Taucher und pro Jahr 0,38% beträgt. Weiterhin lässt sich das Risiko Unfallrisiko pro Tauchgang mit 0,015% einschätzen und wenn man nur Tauchgänge bis 30m und ohne Dekompressionspflicht betrachtet, sinkt das Risiko weiter auf 0,0025% oder anders ausgedrückt passiert ein Deko-Unfall pro 40.000 Tauchgänge.

Anhand der in DAN Annual Review publizierten Tauchunfallzahlen weltweit, lässt sich folgender Verlauf aufzeichnen:

Auf den ersten Blick nimmt die Anzahl der Tauchunfälle in den letzten Jahren zu, allerdings täuscht der Kurvenverlauf etwas, da im Untersuchungszeitraum die Anzahl der Taucher und der Tauchgänge deutlich zugenommen hat und somit die relative Unfallhäufigkeit in den letzten Jahren rückläufig ist. Erklärbar ist dies durch die verbesserte Ausbildung und das breitere Wissen um die Risikofaktoren der Deko-Erkrankung. Nicht zuletzt wurden von den großen Tauchverbänden schärfere Sicherstandards wie z.B. Tauchtiefenbegrenzung auf 30 bzw. 40m eingeführt.